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Donnerstag, 26. November 2015

I really recommend to watch this very interesting discussion between Yannis Varoufakis, Slavoj Žižek and Julian Assange completely.
There are spoken a lot of very critical, very true words which will make you overthink all the things regarding history and future of the European Union, Paris attacks, refugees, religions, the happenings in the Middle East and the influence of media as well as new technologies of information, TTIP and capitalism.
Don't be afraid of the length, thanks to Slavoj you will have enough opportunities for laughing.




Montag, 16. November 2015




 Langsam wird es kalt. Also hier ist (noch) nichts davon zu merken, ich bin heute kurzärmelig auf der Terasse gesessen und habe meinen Kaffee genossen...
Aber kalt wird es bestimmt. Und wie es dann den Flüchtlingen, die an einer der vielen Grenzen in unserer Nähe unfreiwillig länger stranden, das haben wir heuer schon gesehen.
Und um das wenigstens ein bißchen ändern zu können, hatte eine Freundin eine tolle Idee. Sie hat Stoffe aufgetrieben und wir durften in einer Näherei einen ganzen Samstag Vormittag lang nähen. Und zwar Hauben. Für frierende Kinder.
Geschafft haben wir immerhin 113 Stück, angesichts der vielen vielen Kinder zwar nicht viel, aber besser 226 warme Ohren als keine! :-)
Danke auf jeden Fall, es war auch so eine tolle Erfahrung, einmal mit einer professionellen Maschine nähen zu dürfen. Begeistert bin ich auch von der Zuschneidemaschine... Und die Zusammenarbeit zwischen uns sechs Näher..innen (ja, auch ein Mann hatte sich ins Zeug geschmissen!) hat bestens funktioniert!

Und ich bin wieder mal zum Nähen gekommen und habe auf für daheim wieder Lust bekommen....

Donnerstag, 5. November 2015





Seit ca. eineinhalb Monaten bin ich jetzt regelmäßig dabei, im „Transitlager A“ in Graz Webling bei der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen aus hauptsächlich Syrien und Afghanistan zu helfen. 
 
Dabei habe ich miterlebt, wie sich die Notunterkunft ständig verändert hat. Von drei „kleinen“ Schlafsälen mit einer Kapazität von je ca. 130 „Betten“ und einer großen Halle für ca. 500 Menschen und einem kleinen Speisesaal und offenen, improvisierten Waschbecken im Freien hat sich das Lager (und ich hasse diesen Ausdruck, mein syrischer Freund sagt immer Heim oder Camp, aber alles trifft es einfach nicht) auf vier „kleine“, den großen und noch einen riesigeren Schlafsaal unten vergrößert, die Kapazität ist auf 2000 Menschen erhöht worden, wobei sich auch schon 2200 Menschen oder mehr darin befunden haben.
Die Feldküche ist vier Mal umgezogen. Von oben herausen nach unten herausen und jetzt ist sie drinnen, daneben jetzt ein großer Raum mit Tischen für die Essensausgabe.
Waren anfangs noch nur Leute vom Roten Kreuz, ein paar wenige Polizisten und viele Freiwillige vom Team Österreich sowie der Caritas tätig, so sind es jetzt weit mehr Freiwillige, vor allem viel mehr Dolmetscher (meine Hochachtung gilt ganz besonders ihnen, was sie leisten ist ein Wahnsinn!!) und sogar Security.
Die Leitstelle ist von einem Container in einen Raum gesiedelt. Zur Ankunft und Abfahrt mit Bussen sowie zum Einlaß in den Speisesaal wurden Absperrungen aufgestellt. Hielten wir anfangs noch die Nummer, deren Besitzer endlich weiterfahren dürfen, mit einem A4-Zettel händisch in die Luft, so gibt es jetzt fix montierte Tafeln, auf die sie gepickt werden.
Die Decken-, Essens- und sanitären Vorräte sind besser organisiert, selten geht noch etwas aus. Anfangs konnten wir nicht einmal die Feldbetten desinfizieren, es war kein Desinfektionsmittel mehr da. Mittlerweile weiß ich auch, wie das geht.. Und es gibt mehr Feldbetten, auch unten müssen die Menschen nicht mehr auf dünnen Isomatten am Teppichboden des ehemaligen Conrad liegen.
Auch die Wasserschäden in den Hallen wurden, glaube ich, behoben, die Heizung funktioniert.
Überall sind jetzt gut sichtbare Hinweistafeln in vielen Sprachen und Schriften montiert, sodass man alles gut findet. Trotzdem verirren sich noch einige auf dem Weg von Halle A zum Essen... 
 
Was sich nicht verändert hat ist der große Platz oben. Auf dem wird nach wie vor zu fast jeder Tages- und Nachtzeit Fußball gespielt.
Und es sind immer noch die selben Leute hier. Die Dolmetscher, die Einsatzleiter und Helfer vom Roten Kreuz, die beiden Küchenchefs. Alles ist bereits Routine. Viele Helfer kommen immer wieder und wissen schon, wie alles funktioniert, auch wenn es jedes Mal irgendwie anders ist.
Und was jeder mittlerweile weiß, ist, dass es keine Informationen gibt. Wann kommt ein Bus? Wieviele kommen? Wann dürfen die Menschen wieder weiter fahren? Keine genauen Antworten. Immer noch nicht. 
 
Seitdem die ungarische Grenze zu ist und die Menschen aus Spielfeld anstatt aus Nickelsdorf kommen habe ich das Gefühl, sie sind besser versorgt. Wasserflaschen aus Slowenien habe ich gesehen, blaue Beutel, die wahrscheinlich in Kroatien oder Slowenien ausgeteilt wurden. Ebenso blaue Regenkleidung. Die dann, wenn der Regen wieder aufgehört hat, einfach zurück gelassen wird. Wie so vieles andere auch.
Aber inzwischen kommen die Menschen erfroren an. Manche zittern so sehr, dass man ihnen kaum das Armband mit der Nummer umbinden kann. Dass sie kaum ihren Teller mit dem Dosenfisch halten können. Alle sind müde. Die Busse kommen meist nachts. Es sind viel mehr Familien. Anfangs waren kaum Kinder und Frauen hier. Jetzt sind es viele. Die Kleinen werden getragen, weil sie im Bus eingeschlafen sind. Eingewickelt in Decken. Viele in die dicken grauen Wolldecken von UNHCR. Manche Kinder weinen. Manche schlafen noch im Gehen weiter. Und trotzdem entkommt den meisten Menschen, die hier ankommen, ein Lächeln. Ein „hello“ oder „marhaba“.
Beim Essen höre ich so oft ein dankbares „thanks“, „shokran“, „tesekkürler“ und auch ganz viele „Dankeschön“. Und wie habe ich gestaunt, als einer zum Teeschank stürmt, mich angrinst und sagt: „Servas!“ Auch die Kinder wissen, was „Dankeschön“ und „Bitteschön“ heißt. Ich verstehe auch, wenn sie mich von unten angrinsen und um „shir“ oder „halib“ fragen. Aber wie stolz schauen sie aus, wenn sich diese kleinen Mädls das Wort „milk“ gemerkt haben!

Zum Reden mit den Menschen hier komme ich selten. Aber schon vor längerem hat mich ein fünfzehnjähriger Syrer mal angeredet. Auf Deutsch. Er war schon irgendwo in der Oststeiermark untergebracht und war nur bei uns für eine Nacht, weil er am nächsten Tag einen Gerichtstermin hatte. Er war zuvor ein paar Monate in Italien – jetzt kann er Italienisch – und damals seit ca. 7 Monaten in Österreich. Deutsch hat er sich selbst beigebracht, er war schon ganz gut. Mit der Schule hat er angefangen. Und als dann ein junges Mädl mit Kopftuch an uns vorbei ging, hat er mich leise gefragt: „Magst du das? Ich mag das nicht.“ Er war mit seinem Vater und seinem vierjährigem Bruder hier. Den hat er dann auch geholt und mir vorgestellt. Er hat ihm auch schon englisch beigebracht. So konnte sich der Kleine selbst vorstellen. Aber statt „I'm fine“ hat er strikt immer „I'm five“ gesagt.
Vergessen werde ich auch nie diesen vielleicht eineinhalb Jahre alten Buben, der ganz schüchtern im oberen Speisesaal im Eingang stand und wartete. Wartete darauf, dass jemand von uns ihn entdeckt und ihm etwas Süßes bringt. Er hatte eine weiße, gebügelte Hose an und ein glänzendes, hellblaues, orientalisches Hemd. Wie ein großer hat er damit ausgesehen. Und natürlich hat er bekommen, was wollte. Und das nicht nur einmal...
Oder der kleine Bub, der so lange leer ausgegangen ist, weil er zwischen den größeren Kindern nie einen der kaputten Dreiradler ergattert hat. Und dann endlich! Und dann hat er mir zu verstehen gegeben, ich solle ihn damit schieben. Und hat gezielt gelenkt. Zu Raum C. Ich solle die Türe aufmachen, hat er mir auch noch gedeutet. Und dann ist er zielgerichtet auf das Lager, wo sein Vater lag, zugefahren.
Und da war dann noch der vielleicht achtjährige, wahrscheinlich Afghane. Der konnte Fußballspielen! Mit einer von uns hat er gespielt, sie hat haushoch verloren. Ich und der junge Syrer haben ihnen zugeschaut.
Auch den Vater mit dem Kinnbart, der irgendwie einen vornehmen Eindruck machte, mit seiner vielleicht vierjährigen Tochter werde ich nicht vergessen. Die beiden waren sicher mindestens drei Wochen in Webling, unter jenen, die schon hier bei uns um Asyl angesucht haben. Deswegen bin ich ihnen öfter begegnet. Die beiden sind immer kurz vor Schluss noch Essen gekommen, haben sich dann in Ruhe hingesetzt und gemütlich gegessen. Das Mädl kam immer und bedankte sich mit einem sehr netten „Dankeschön“. Wo der Rest der Familie der beiden ist, darüber mag ich gar nicht nachdenken...

Das, was an der ganzen Arbeit am meisten belastet, ist auch nicht das Müll Wegräumen oder mit Mundschutz Betten desinfizieren oder völlig fertige Menschen zu sehen. Es ist das, was man dann von anderen Einheimischen hört. Vorurteile. Ängste, die völlig unbegründet sind, weil sie auf Unwissen basieren. Und wenn kein Interesse gezeigt wird, dieses Unwissen zu beseitigen, weil man offensichtlich so gern an seiner falschen Meinung festhält. 
 
Und niemand hätte auch nur irgendwelche Anstalten gemacht, von mir nichts zu nehmen. Wie man dann so in Bekannten- und sogar Verwandtenkreisen manch ein Gerücht erzählt bekommt „Die nehmen ja nicht mal Essen von Frauen“. Hm, gegrüßt, gelächelt, manchmal sogar ein bißchen geschäkert haben sie. Oder es einfach genommen. Oder ich war so im Stress, dass ich nicht jedem ins Gesicht schauen konnte. Schade eigentlich. 
Noch emotionaler ist das alles für mich geworden, seitdem ich die ganze Geschichte eines Syrers kenne. Angefangen vom Leben in Syrien vor der Revolution. Über ihn und seine Familie. Über den Bäcker am Eck irgendwo in Damaskus, der „Martina, das Brot von dort ist.. unbeschreibbar gut!“, über die Statue, die das einzige ist, das sein Vater in den vielen vielen Jahren seiner Ausgrabungsversuche gefunden hat. Die „in Syrien ist und immer in Syrien bleiben wird“. Mit diesem wehmütigen Unterton. Wenn man vom großen Haus erzählt bekommt, das irgendwo in einem Vorort von Damaskus steht. Oder auch nicht mehr dort steht. Und dann die ganze Geschichte, oder eigentlich nur immer wieder Teile davon, von der Flucht über Cairo und die Türkei nach Griechenland. Über die griechische Polizei, die ihn und seinen Bruder in einen Fluß gedrängt und seinen Bruder schwer verletzt hat. Über ein furchtbares Lager an der mazedonisch-serbischen Grenze. Über die Wanderungen durch Mazedonien und Serbien. Nachts, damit sie nicht von der Polizei entdeckt werden. Und dann im gleichen Atemzug die Erzählung, er konnte bei einem Bekannten in Novi Sad für zehn Tage wohnen. Und Novi Sad sei so schön und die Serben so nett. Und die Griechen so gebildet. Keine Spur von Hass. Nicht ein bißchen. Dann Ungarn, Traiskirchen. Und jetzt das Leben in Wien. Keine Aussicht auf Arbeit, zu zehnt in einer fast 90 m² Wohnung. Spärlich Deutschkurse, weil schlecht und teuer. Aber jedes Mal ein lachendes Gesicht. Kein Geld, aber trotzdem lädt er mich auf Kaffee ein.

Seine Geschichten haben meine Arbeit in Webling verändert. Jetzt sehe ich in den vielen Menschen noch mehr Gesichter, weil ich weiß, dass jeder von ihnen so eine Geschichte hat. Familie. Freunde. Die sie verloren haben. Wehmut, weil sie nicht zurück können. Ja, Wehmut ist oft zu hören bei meinem Freund. Kein Hass oder Rachegedanken. Aber Wehmut. Er will nach Hause. Aber er weiß, dass es keines mehr gibt. Und dass sein bester Freund nicht mehr lebt.

Montag, 18. Mai 2015

Ein sehr guter, sehr direkter Film, der mir unter die Haut gegangen ist.



Wahrscheinlich geht das einem so nahe, wenn man genau weiß, wo manche Szenen gedreht wurden. Und man die Schauplätze auch zehn Jahre nach Kriegsende noch fast genauso vorgefunden hat...

In ganzer Länge gibts den Film hier.

Sonntag, 8. Februar 2015

Grenzenlos Musik #5 - Bosnien

Eine bekannte Gruppe aus dem heutigen Bosnien, gegründet in den 80er Jahren im damaligen Jugoslawien, ist "Crvena Jabuka" (Roter Apfel).

Hier eines ihrer früheren Lieder "Tuga, ti i ja" (Die Traurigkeit, du und ich)



Und hier ein kurzer Artikel, den ich gerade als "Werbung" für eines ihrer Konzerte (übrigens am 6. März in Maribor, quasi bei mir ums Eck) gefunden habe, ich versuchs auch zu übersetzen, sagt einiges über die Band! ;)

Najbolj romantičen bend, legendarna Crvena jabuka, prihaja ob dnevu žena v Maribor!
Ko se bo nekega dne izbiral najbolj romantičen bend, odločitev ne bo težka. V 28. letih je Crvena jabuka na svojih dvanajstih studijskih albumih posnela več kot 100 pesmi, katerih skupna rdeča nit je – ljubezen. A prav ljubezen je skrivnost dolgovečnosti fantov iz Sarajeva, ki so se davnega leta 1985 odločili posneti svoj prvi album.
Mojstre ljubezenske lirike odkrivajo vedno znova nove generacije poslušalcev po celotnem območju nekdanje države.


Die romantischste Band, die legendären Crvena Jabuga, kommen am Tag der Frau nach Maribor!
Wer sich in den nächsten Tagen die romantischste Band aussucht, hat keine schwere Wahl. Nach 28 Jahren hat Crvena Jabuka in ihren zwölf Studioalben mehr als 100 Lieder aufgenommen, welche zusammen einen roten Faden haben - die Liebe. Und genau die Liebe ist das Geheimnis der ausdauernden Burschen aus Sarajevo, die sich im Jahr 1985 entschlossen, ihr erstes Album aufzunehmen.

Neue Generationen von Hörern der gesamten Region des einstigen Jugoslawien entdecken die Meister der Liebeslyrik immer wieder aufs Neue.

Also furchtbarer Kitsch! :) Wer geht mit mir hin???



Link: Wikipedia

Kleiner Sprachkurs Bosnisch:

bitte                          molim
danke                       hvala
Hallo!                       Zdravo!
Tschüß!                    'Đenja!!
Guten Tag                Dobar dan
Auf Wiedersehen      Do viđenja!



Text mit Übersetzung (von hier):

Evo me, noći, stara prijateljice
opet njoj ću poći niz duge puste ulice
tamo gdje strahovi prestaju
obraz mi grije njen dlan
na njemu moje usne nestaju
beskrajno sam, uzdah joj znam
Časti me noći, stara prijateljice
u čašu natoči žudnju da me slomi
zar nisam dovoljno gubio
ko će izmjeriti bol
do očaja ljubio
namjerno bježao da bi se vraćao
Opet mi se budi tuga, tuga najveća
koju nosi snijeg s planina
vjetar ravnica
koga sad joj srce voli
kaži nek' još jače boli
idemo do dna
tuga, ti i ja
Pozdravljam te, noći, stara prijateljice
i ovaj krug ću proći neće stić' me kajanje
šta je ovo proljeće
spram nježnih godina
poziv njen me pokreće
čak i sa dna isto izgleda

Here I am tonight, my old friend
I will go to her again through long barren streets
there where the fears stop
her palm warms my cheek
on it my lips vanish
Endlessly alone I know her sigh (breath)
Feast me tonight, my old friend
pour in the glass the desire to break me
haven't I been loosing enough
who will measure the pain
I loved until (reach) desperation
I ran away intentionally in order to get back
Again my sadness wakes up, my biggest sadness
the one that carries the snow from a mountain
the wind on the plain
Who now her heart is loving
say it, let it hurt more
we are going to the bottom
the sadness, you and me
I'm greeting you, tonight, my old friend
and I will pass this circle, the atonement won't reach me
what is this spring
against the gentle years
her calling rises me up
even from the bottom it looks the same

Samstag, 7. Februar 2015

Grenzenlos Musik #4 - Rußland

Meine Lieblingsgruppe aus Rußland ist ДДТ (DDT), eine Rockband aus den 80er Jahren, die immer noch aktiv ist.

Hier eines ihrer schönsten Lieder Это всё (Eto vsjo, Das ist alles)




Links: Wikipedia

Kleiner Sprachkurs Russisch:

bitte                          пожа́луйста (poschaluista)
danke                       спаси́бo (spasiba)

Hallo!                        приве́т! (Privjet)

Tschüß!                     пока́! (Paka)

Guten Tag                 до́брый день! (Dobrij Djen)

Auf Wiedersehen      до свида́ния! (Do svidanja)



Text mit Übersetzung (von hier):

Это всё

Побледневшие листья окна
Зарастают прозрачной водой.
У воды нет ни смерти, ни дна.
Я прощаюсь с тобой.
Горсть тепла после долгой зимы
Донесем. Пять минут до утра
Доживем. Наше море вины
Поглощает время-дыра.
Это все, что останется после меня,
Это все, что возьму я с собой.
С нами память сидит у стола,
А в руке ее пламя свечи.
Ты такою хорошей была.
Посмотри на меня, не молчи.
Крики чайки на белой стене
Окольцованной черной луной.
Нарисуй что-нибудь на окне
И шепни на прощанье рекой.
Это все, что останется после меня,
Это все, что возьму я с собой.
Две мечты да печали стакан
Мы, воскреснув, допили до дна.
Я не знаю, зачем тебе дан.
Правит мною дорога-луна.
Ты не плачь, если можешь, прости.
Жизнь - не сахар, а смерть нам - не чай.
Мне свою дорогу нести.
До свидания, друг, и прощай.
Это все, что останется после меня,
Это все, что возьму я с собой.
Это всё...

That is all


Blanched window leaves
Are overgrown with clear water.
Water has no death, no bottom.
I'm saying goodbye to you.
A handful of warmth after long winter -
We'll keep safe. Five minutes till the morning -
We'll manage to live. Our sea of guilt
Is devoured by the hole of time.
That is all that will remain after I'm gone,
That is all that I will take with me.
Memory sits by the table with us,
In its hand a candle's flame.
You were so good,
Look at me, don't be silent.
Cries of a seagull against the white wall
Are encircled by the black moon.
Paint something on the window
And whisper river-like for a farewell.
That is all that will remain after I'm gone,
That is all that I will take with me.
Two dreams and a glass of sorrow
After revival we drank in full.
I don't know why I was given to you.
I am ruled by the moon-road.
Don't you cry, if you can - forgive.
Life - isn't sugar, and death - isn't a tea.
I must carry my own road.
See you, friend, and goodbye!
That is all that will remain after I'm gone,
That is all that I will take with me.
That is all...

Freitag, 6. Februar 2015

Grenzenlos Musik #3 - Mazedonien

Diesmal gibt es ein Lied der mazedonischen Band "Elita 5", die 1991 in Tetovë (Mazedonien) gegründet wurde und auf albanisch singt.

Das Lied heißt "Faleminderit" (Danke).



Links: Wikipedia


Kleiner Sprachkurs Albanisch:

bitte                         te lutem
danke                       faleminderit
Hallo!                       Ç’kemi!
Tschüß!                    Mirupafshim
Guten Tag                Mirëdita
Auf Wiedersehen     Mirupafshim


Kleiner Sprachkurs Mazedonisch:

bitte                          молам (molam)
danke                       благодарам (blagodaram)
Hallo!                       здраво (zdravo)
Tschüß!                    чао (ciao)
Guten Tag                добар ден (dobar den)
Auf Wiedersehen     довидување (doviduvanje)




Hier noch der Text und die Übersetzung:

ELITA 5 - FALEMINDERIT


Pikoj loti ne mesnatë
Se ti ike per t'mos u kthyer
Pamjen tënde te vërtet
E tregon veq pasqyre e thyer
Pasqyre e thyer

Nuk të thashë largohu
As këthehu as harromë
Se per çdo fjalë ne jeten tone
Ishe von

Akrepat bashkohen
S'na takojne askund
Me mirë nje fund me dhimbje
Se nje dhimbje pa fund

(refreni)
Falememnderit që më le
Sot mos qajë se ike dje
E jo nesër kur nata
Në udhkryq të ze
Mos u kthe, mos u kthe
Asrye s'ke

Nata henen prap e ndez
Ti je n'terrin e kësaj bote
E kësaj bote
N'rrugen tënde te pa kthim
Ty të ndjek veq hija jote
Hija jote

Nuk të thashë largohu
As këthehu as harromë
Se per çdo fjalë ne jeten tone
Ishe von

Akrepat bashkohen
S'na takojne askund
Me mirë nje fund me dhimbje
Se nje dhimbje pa fund



ELITA 5-THANK YOU

A tear felt in the midnight
cause you've gone for ever
your real face ..
it shows only the broken mirror
broken mirror


I didn't said to you to go
or come back or forget me
because for every word in our life
it was late

the clock moves
and it never make us together
better an end with pain
than a pain with no end



Chorus:

Thank you for leaving me
Today don't cry cause you left yesterday
and no...tomorrow when the night
in crossroad catches you
don't come back, don't come back
you don't have no reason

The night lights up the dark
you're in the darkness of this world
of this world..
in your road with no end
it follows only your shadow..
your shadow


I didn't said to you to go
or come back or forget me
because for every word in our life
it was late

the clock moves
and it never make us together
better an end with pain
than a pain with no end

Donnerstag, 5. Februar 2015

Grenzenlos Musik #2 - Estland

Ein kleines unscheinbares Land im Norden Europas: Estland.
Von dort kommt Tanel Padar mit seiner Band Tanel Padar & The Sun. 2001 gewann er zusammen mit Dave Benton den Song Contest.
Hier das Lied "Vale" ( Lüge):




Links: Wikipedia
           Band

Kleiner Sprachkurs Estnisch:

bitte                          palun
danke                       aita, tänan
Hallo!                       Tere!
Tschüß!                    Head aega!
Guten Tag                Tere päevast
Auf Wiedersehen     Nägemiseni



Text mit (unglaublich schlechter, aber immerhin) Übersetzung (von hier):

Miks on nii, et alati
kaugele mõtteis viin,
kus on kaunis kõik,
on kaunis kõik?

Aita võita kahtlusi,
neid tekkinud on tuhandeid
on's maailm tõeline, tõeline?

Ma tean, neist mõtteist loobuma pean,
liiga hea on neis elada.
Kartus näha tõde, et maailm on halb
mu mõtted viib rändama.

Oh häda nüüd, ma tunnen süüd
kas jääb kõik nii, või teisti?
Vaid minust sõltub see, sõltub see.

Aita võita kahtlusi,
neid tekkinud on tuhandeid
on's maailm tõeline, tõeline?

Ma tean, neist mõtteist loobuma pean,
liiga hea on neis elada.
Kartus näha tõde, et maailm on halb
mu mõtted viib rändama.

On raske süükoorem kanda,
mind liialt ängistab see.
Nii lõputult võib kõik see näida,
kui kärsitu on meel.

Ma tean, neist mõtteist loobuma pean,
liiga hea on neis elada.
Kartus näha tõde, et maailm on halb
mu mõtted viib rändama.




Why is it that whenever
Reflections on the far-end vodka
Where are all the beautiful,
There is a beautiful all?

Help me win suspicions,
They caused thousands
There's a real world, real?

I know I have to give up these thoughts,
Too good to live in them.
Fear to see the truth that the world is bad
My thoughts will wander off.

Alas, for now, I can feel
Does everything has a way or another?
But it depends on me, it depends.

Help me win suspicions,
They are caused thousands
There's a real world, real?

It's hard to wear suukoorem
I was too oppressive, it
So it may all be endless naida
If you are impatient pleased 

Mittwoch, 4. Februar 2015

Grenzenlos Musik #1 - Slowenien

Den Anfang mache ich gleich einmal mit meiner großen Liebe Slowenien.
Obwohl mir hier die Musikauswahl eindeutig am schwersten fällt, weil es einfach so viel Gutes und aus jeder Musikrichtung etwas gibt. ;-)



Hier hört ihr das Lied "Užitek na replay" (Genuss auf Replay) von Big Foot Mama.

Big Foot Mama ist eine slowenische Band aus Ljubljana aus dem Jahr 1990, sie sind bis jetzt aktiv und geben immer wieder Konzerte, leider war ich noch auf keinem, steht aber ganz oben auf meiner Liste. :-)

Links: Wikipedia
           Bandhomepage



Kleiner Sprachkurs Slowenisch:

bitte                          prosim
danke                       hvala
Hallo!                       Živjo!
Tschüß!                    Adijo!
Guten Tag                Dober dan
Auf Wiedersehen     Nasvidenje
Konditorei               Slaščičarna   ;-)
    


Hier noch der Liedtext samt Übersetzung (frei nach mir):

Tavam po meniju igre za dva
vsake tolk' me strese tok.
Po dežju sije sonce
za soncem pade dež.
Vedno en in isti krog

Včasih bi najrajš zamenju program,
če bi lahko vsaj za en dan, vsaj za en dan.

Reset za vse spomine, delet za bolečine,
strahove na delay, užitek na replay. (2x)

Tavam med vogali igre za dva
zmeden od vseh zablod
jeza se nabira vedno gre v limit
preden najdem spet izhod.

Včasih bi najrajš zamenju program,
če bi lahko vsaj za en dan, vsaj za en dan.

Reset za vse spomine, delet za bolečine,
strahove na delay, užitek na replay. (4x)


Ich irre herum im Menü Spiele für zwei
alle bringen mich so durcheinander
Nach dem Regen scheint die Sonne
Nach der Sonne fällt Regen
Immer ein und derselbe Reigen

Manchmal würde ich am liebsten das Programm wechseln,
wenn ich das wenigstens für einen Tag könnte, wenigstens für einen Tag.

Reset für alle Erinnerungen, Delete für Schmerzen,
Ängste auf Delay, Genuss auf Replay. (2x)

Ich irre herum zwischen den Ecken Spiele für zwei
verrückt von allen Irrwegen
Zorn sammelt sich, geht jedes Mal ans Limit
bevor ich wieder den Ausgang finde.

Manchmal würde ich am liebsten das Programm wechseln,
wenn ich das wenigstens für einen Tag könnte, wenigstens für einen Tag.

Reset für alle Erinnerungen, Delete für Schmerzen,
Ängste auf Delay, Genuss auf Replay. (4x)

Grenzenlos Musik

Ich liebe Musik. Ich liebe Sprachen. Und ich liebe Musik in Sprachen, die man bei uns eher selten bis gar nicht (im Radio) hört.
Dabei finde ich, dass gerade Musik in so vielen Bereichen im wahrsten Sinne des Wortes "Fremdes" verständlich machen kann.

In der Musik jedes Landes liegt so viel der Kultur, Sprachen lernen ist viel einfacher, wenn man zu den Wörtern eine Melodie hat. Und es macht neugierig, dann vielleicht doch die eine oder andere Zeile eines schönen Liedes zu verstehen. Und das wiederum macht neugierig auf die Menschen und die Kultur dahinter.

Gerade zur jetzigen Zeit, wo Fremdenhass anscheinend wieder ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala zu stehen scheint, möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Musiksammlung geben und damit vielleicht ein paar andere Einblicke in andere Kulturen und Sprachen vermitteln.

In den nächsten Tagen werde ich euch einige verschiedene Länder mit ihrer Musik vorstellen, laßt euch überraschen! Es wird nur soviel verraten, dass es wahrscheinlich doch etwas Osteuropa-lastig sein wird... ;-)
Dazu gibt es auch jedes Mal die wichtigsten Wörter samt Übersetzung... dann darf ich endlich wieder mal einige meiner unzähligen Wörterbücher entstauben.. :-)
Und vielleicht bekommt ja der eine oder andere von euch dann Lust, sich noch mehr von einer der vorgestellten Bands/Sänger anzuhören ;)

Viel Spaß beim Zuhören!


Hier noch eine Liste der bisher veröffentlichten Länder mit den Links:

Slowenien
Estland
Mazedonien 
Rußland 
Bosnien

Dienstag, 20. Januar 2015

#BlickaufsMeerstattKopfvordieWand - Ich mach mit!

Fee vom Blog "Fee ist mein Name" hatte eine schöne Idee.
Wenn einem nämlich manchmal danach ist, mit dem Kopf durch (oder an) die Wand zu wollen, schlägt sie vor, stattdessen einfach Bilder vom Meer anzusehen. Zur Beruhigung sozusagen.
Und deswegen habe ich auch mal meine Archive durchgeschaut und auch ein paar Bilder vom Meer gefunden. Aus Slowenien, Kroatien und Griechenland.
Viel Spaß beim Schauen!












Mittwoch, 31. Dezember 2014


Platte (650m), Blick auf Graz







Das Leben ist ein Geheimnis, das ergründet,
nicht ein Problem, das gelöst werden soll.
[Unbekannt]

















Blick auf Ljubljana
Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Neues Jahr mit vielen vielen Geheimnissen und Überraschungen! 

Freitag, 15. August 2014

Am Wochenende war ich wieder einmal in MEINER Stadt, die ich vor einigen Jahren kennen und lieben gelernt habe: Ljubljana
Und ich war wieder einmal begeistert: Diese Stadt lebt! Das Leben spielt sich auf den Straßen ab, abends und nachts noch ein wenig mehr als tagsüber schon. In der gesamten Innenstadt gibt es Gastgärten von tausenden Cafés und Bars, man kann sich an jeder Straßenecke mit den verschiedensten Gerichten satt essen (von Pizza-Stück über Wok und Palatschinken, und natürlich Eis... mhhhhh!), es gibt abends an jeder Ecke gute Musik, ohne Eintritt versteht sich. Und dazu meist noch jede Menge Konzerte in den vielen Veranstaltungsorten.

Auch an Kunst mangelt es nicht, meistens sind im Tivoli Park und auf der Burg sowie in den zahlreichen Galerien ganz viele gute Ausstellungen. Und auch so findet sich in der Stadt immer wieder Lustiges, das mehr oder weniger auch als Kunst bezeichnet werden kann, diesmal waren es in den Straßen aufgehängte Luster und Schuhe...












Und in der Stadt tummeln sich Touristen (Gruppen sowie sehr viele junge Backpacker) genauso wie Einheimische, Junge wie Alte.

Das einzige, was sich nicht mehr in der Altstadt tummelt, sind die Busse und die Autos, die wurden da verbannt. Fühlt sich toll an, mal ohne Gefahr über den Tromostoje zu wandern und dabei den Blick auf das Rathaus und die Burg zu genießen!






Was sich mehr denn je auf den Straßen, genauer auf den unzähligen Radwegen, tummelt, sind die Fahrräder. Und damit das auch nicht nur den Einheimischen vorbehalten bleibt, gibt es - wie in so vielen anderen Städten Europas - ein einmaliges Radverleihsystem, genannt Bicike(lj). Für eine Woche zahlt man für die Anmeldung genau einen (!) Euro und kann dann jeweils für eine Stunde die Räder gratis nutzen. Und Radstationen, an denen man sich eines rund um die Uhr ganz einfach ausleihen kann, gibt es verteilt in der Stadt an so ziemlich jeder wichtigen Ecke. Und was es für ein Gefühl war, wieder einmal meine alten Wege durch die Stadt zu radeln!

Hostel Fluxus
Was Ljubljana auch so anziehend für vor allem junge neugierige Rucksacktouristen aus aller Welt macht, ist das sehr gute Angebot an günstigen Unterkünften, allein in der Innenstadt habe ich sechs durchwegs neue und schöne Hostels entdeckt. Zwei davon kenne ich persönlich und würde mich sofort wieder dort einquartieren (falls ich nicht schon viel zu alt bin für ein Hostel).



So, genügend geschrieben, jetzt dürft ihr noch ein bisschen in der Bilderflut schmöckern...


Auch das gibt es nur in Ljubljana: Die slowenische Hymne (die übrigens "Zdravljica", also übersetzt "Trinklied" heißt) in goldener Schrift am Pflaster einer der Hauptstraßen in der Innenstadt:

Friedhof Žale








Und noch zur traurigen Info, falls es jemanden interessiert: Ich lebe in Graz, das ist eine Stadt, die ungefähr gleich groß ist wie Ljubljana, auch gemessen an den Einwohnern. Nach neuester Internetrecherche bin ich hier auf ganze drei (!) Hostels in der ganzen Stadt gestoßen, man kann, wenn man das überhaupt findet, Fahrräder ausborgen, allerdings nur in 14 verschiedenen Geschäften, die alle unterschiedliche Öffnungszeiten haben und durchschnittlich kostet ein Rad für 24 Stunden ca. 10 Euro. Die wenigen Gastgärten hier sperren auch am Wochende um 23 Uhr zu, Musik habe ich - außer zu manchen Veranstaltungen und schlechter Straßenmusik - noch nie wo auf offener Straße und gratis gehört. An Kulinarischem hat sich bei uns leider nur Schnitzelsemmel und Kepab durchgesetzt...

Samstag, 2. August 2014

Und für einen kurzen Augenblick siehst du alles ganz deutlich und klar...


Samstag, 29. März 2014

Ausflug in die Wahlheimat



Letztes Wochenende musste ich feststellen, wie sehr sich eine Stadt doch verändert, wenn man sie als Student kennengelernt hat und sie dann als Mutter mit zwei Kindern wieder besucht! Aber komischerweise wusste ich trotzdem, wo der große Spielplatz im Park ist... :) Auf dem durften sich die kleinen dann herzhaft austoben nach der "Stadtbesichtigung" (Warum gibt's eigentlich bei uns nirgends so tolle Spielplätze???). Allerdings hat sich auch ohne diese "Lebensumstellung" genug getan in Ljubljana. Die schon immer sehr zum draußen flanieren und sitzen einladende Stadt ist nun noch angenehmer, da es viel mehr Fußgängerzonen gibt und diese auch noch fast alle neu hergerichtet wurden. Jetzt kann man ohne störende Busse über den Prešeren-Platz gehen und auch amUfer der Ljubljanica sitzen. Außerdem gibts ganz im Zentrum ein neues Kaffeehaus, in dem ich wirklich ALLE Torten und Eissorten am liebsten ausprobiert hätte! Leider ists nur bei der Eissorte "dunkle Schokolade mit Himbeeren" geblieben. Kann ich nur empfehlen! Kavarna Cacao heißt's dort.


In Ljubljana gab's übrigens noch Sonnenschein und warmes, trockenes Wetter. Am nächsten Tag, als ich das erste Mal allein mit dem Auto nach Triest (und auch wieder raus) gefunden hatte, wars leider schon leicht verregnet und kühler. Ja, ich bin total stolz, dass ich mit dem Auto nach Triest, also genauer ins Zentrum gefunden habe. Nämlich das erste Mal ohne meine Freunde, die mich sonst immer durch die verwinkelten, kurvenreichen, steilen Straßen und tausenden Einbahnen gelotst haben. Und irgendwie habe ich es dann auch wieder den Berg hinauf raus aus der Stadt und in die richtige Richtung geschafft! Bei meinem ersten Besuch vor vielen vielen Jahren in Triest bin ich nämlich mitten in eine polizeilich abgesperrte Veranstaltung mit Paraden irgendwelcher Leute gekommen und habe dann nur mehr verzweifelt nach einem zweiten Auto gesucht, dem ich dann – in der Annahme, er fahre sowieso genau dorthin, wo ich hin will – nachgefahren bin, bis ich sicher wieder auf der Autobahn Richtung Slowenien war. Hat damals auch funktioniert! Aber seitdem fahre ich ungern in Triest mit dem Auto...

Nachtstimmung, im Hintergund das Licht von Triest
Aber am Sonntag war dann endlich wieder das mit bekannte Ende-März-Wetter im Karst-Gebiet da! Juhuu! Regen, eiskalte Bora, einfach grausig. Und das war genau der Tag, an dem ich an einem fast 10 km Lauf teilgenommen habe. Wär ja auch zu schön gewesen, diesen Lauf einmal bei schönem Wetter erleben zu dürfen... Wenigstens hat es uns heuer auf der Autobahn bei der Hinfahrt nicht eingeschneit wie schon so oft zuvor... Naja, irgendwie habe ich es trotzdem in Ziel geschafft! Und das Gefühl ist jedes Mal wieder ein Wahnsinn, diese Stimmung, mit tausenden Leuten gemeinsam zu laufen! Und ich hatte Glück, der Regen ist erst gekommen, als ich schon im Ziel war.
Meine beiden Kinder sind übrigens auch – mehr oder weniger erfolgreich – beim Kinderlauf mitgelaufen! Leider wurde die Große umgerannt, hat dann aber den Rest des Laufs ganz brav allein gemeistert. Und der Kleine hat irgendwann beschlossen, einfach nicht mehr weiter zu wollen und ich bin dann als Letzte mit schreiendem Kind am Arm ins Ziel gekommen – naja, auch eine Erfahrung! Aber trotzdem sind sie beide gaaaanz stolz auf ihre Medaillen!


Ab Mittag an dem Tag hat es nur mehr geregnet, bei stolzen vier Grad. BRRR. Und nachdem ich vorher schon recht verkühlt war, war ich nach dem Lauf wenigstens so richtig krank.
Also blieb und nichts anderes übrig, als gleich nach Hause zu fahren. Und auf der Heimfahrt gings noch einmal über die Autobahn durch fast ganz Slowenien. Und es ist irgendwie erschütternd. Erinnert ihr euch an die Nachrichten vom Eisregen im Winter, wo in Slowenien gar nichts mehr gegangen ist, weil das ganze Land von einer dicken Eisschicht überzogen war? Auf der Fahrt ist mir das ganze Ausmaß bewußt geworden, denn von Postojna bis Ljubljana gibt es keinen einzigen Baum mehr mit Wipfel! Die sind einfach alle unter der Last des Eises abgebrochen. Und Bäume gibt es in dieser Gegend sehr viele!


Trotz allem werde ich das Wochenende in schöner Erinnerung behalten!
Und noch gute Besserung meiner Freundin aus Triest, die mich nämlich diesmal nicht durch die Stadt lotsen konnte, weil sie sich verletzt hatte.



Donnerstag, 6. März 2014

Gestern war ich mit meinen beiden Hübschen spazieren. Gleich bei uns, vorbei an einem Bauernhof mit Hühnern und Traktor, kleinem Teich mit Goldfischen und Enten, über eine große Wiese in den Wald und zurück. Hach, ich mag die Gegend hier! Und quasi alles in der Stadt.
 

Von einer Begebenheit muss ich euch aber noch erzählen. Was mir an dem Spaziergang gestern nämlich gar nicht gefallen hat, war, dass mein Mädl plötzlich von einem jungen, wilden Hund angesprungen wurde. Mit seiner Nase mitten in ihr Gesicht. Was zur Folge hatte, dass sie vor lauter Schreck in die riesige Gatschlacke neben ihr gefallen ist.
Was mir dann aber wiederum sehr gefallen hat, war die Hilfsbereitschaft von einer Gruppe Wanderern, die uns gerade vorher überholt hat. Die haben das mit dem Hund nämlich mitbekommen, sind sofort da gewesen und haben den Hund, den die Besitzerin auch nicht wieder einfangen konnte, noch ein paar Mal von meinen Kindern verscheucht. Eine sehr nette Dame hat mich dann mit Taschentüchern zum Abputzen der Kleinen versorgt und.... plötzlich hat sie aus ihrem Rucksack für jedes meiner Kinder eine bunt glitzernde Eisdeko hervor gezaubert und damit wieder ein Lächeln in ihr Gesicht.
Ein riesengroßes Dankeschön an diese Dame, sie hat mir erstens sehr geholfen und zweitens aus diesem unschönen Vorfall eine dann doch wieder nette Erinnerung für meine Tochter gemacht!


Der Kleinen ist übrigens nichts passiert, der Hund wollte nur spielen. Die Hundebesitzerin hat sich dann auch noch entschuldigt und es wird ihr hoffentlich eine Lehre sein und sie ihren Hund das nächste Mal gleich an die Leine nehmen, so wie es sich im Wald und auf Wegen, wo viele Leute unterwegs sind, auch gehört!

Montag, 30. Dezember 2013

Abgeholzt

Wieder war ich heute laufen. Wieder auf Strecken, auf denen ich schon seit Jahren unterwegs bin bzw. teilweise vor Jahren unterwegs war. Eine dieser Strecken habe ich nämlich in letzter Zeit gemieden. Es war meine Lieblingsstrecke durch einen Wald und über einen bewaldeten Hügel hinauf. Leider wurde der Weg immer mehr zum Hindernisparcour, weil jedes Mal, wenn ich dort war, ein oder mehrere Bäume mehr quer über den Weg lagen. Und bei dem leichtesten Lüftchen knarrten die Bäume und Äste über mir so bedrohlich, dass ich irgendwann beschlossen habe, nicht mehr unten durch zu laufen.
Schon seit längerem habe ich dann gesehen, dass der Teil des Waldes, der auf dem Hügel war, vollständig gerodet wurde. Das ließ mich zu dem Schluß kommen, dass endlich etwas getan wurde und man vielleicht wieder gefahrlos dort laufen könne. Deswegen machte ich heute einen Abstecher hin.
Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Im abgeholzten Teil stand ich plötzlich völlig verloren da, der "Weg" war lediglich ein Trampelpfad, wahrscheinlich erschaffen von all jenen, die - so wie ich - den Weg gesucht haben. Er ging dann durch unwegsames Gelände und ziemlich viel Gestrüpp steil nach unten und endete auf einer Wiese. Also nichts von dem, was ich kannte, war wieder zu erkennen. Irgendwie habe ich es dann wieder in den Wald geschafft, in der Hoffnung, wenigstens dort den Weg, vielleicht etwas aufgeforsteter, wieder zu finden. Aber nichts. Mittlerweile ist es noch mehr ein Hindernisparcour, man muß über Baumstämme drüber, unter Baumstämmen durch und manchmal muß man sich auch dazwischen durch quetschen. Und der ganze Anblick des Waldes macht traurig. Mittlerweile liegen wohl mehr Bäume quer am Boden als noch aufrecht stehen.
Dafür wird in der Gegend rund um diese Naturflächen jedes noch so kleine Stück Grün zugebaut, meist mit Reihenhäusern und Siedlungen. Wohin soll das nur führen???

Dieses Foto habe ich vor sieben Jahren dort gemacht, jetzt steht keiner mehr dieser Bäume. Auch keine neuen.

Moonlight

Dienstag, 11. Juni 2013

Schon mal nachgedacht...? (1)

...über den Müllberg, den die Windeln von Babies - von deinem Baby - verursachen?

Ich schon, und es ist erschreckend! Ca. 6000 Windeln braucht ein Kind im Schnitt, bis es selbst auf Töpfchen oder Klo geht. Und fast alle Windeln landen auf irgendeiner Mülldeponie und brauchen dort ewig um zu verrotten. Also eigentlich verrotten sie fast gar nicht.
Wollen wir diese Übrigbleibsel unserer Kinder unseren Kindern hinterlassen?

                Einen sehr guten Denkanstoß gibt dieser Film von ARTE.

Ich habe mich dazu entschieden, dass ich das nicht (mehr) will.

Ich bin umgestiegen auf Stoffwindeln. Wenn man sich da mal ein bißchen schlau gemacht hat, dann fängt man auch an, sie zu lieben. Es gibt so viele verschiedene, da ist bestimmt für jeden etwas dabei!


Es gibt welche, die sind so einfach anzulegen wie Wegwerfwindeln (WWW), sie heißen AllInOne oder Pocketwindeln. Es gibt sie in allen möglich Farben und sie sehen einfach herzig aus.
Dann gibt es noch Höschenwindeln, entweder aus Baumwolle, Bambusfaser, Hanf.... Diese trägt Kind dann mit einer schicken Überhose, in unserem Fall einer Schlupfüberhose aus Wolle.


               Aber ich bin ja kein Spezialist, viel mehr und wahrscheinlich bessere Infos über alle Windeln und Windelsysteme findet ihr hier.

Ein weiterer Vorteil der Stoffwindeln neben der Wiederverwendbarkeit ist, dass - je nach Windelart - weniger bis keine Chemie und Plastik an Babies Popo kommen, die Windel atmungsaktiver ist und es nicht zu Hitzestaus kommt, die vor allem bei Buben gefährlich sind.

Und es ist ökologischer. WWW müssen ja auch erzeugt und entsorgt werden. Stoffwindeln können von mehrern Kindern verwendet werden, und werden sie bei 60°C gewaschen und an der Luft getrocknet verbrauchen sie wesentlich weniger Energie.

Angeblich brauchen stoffgewickelte Kinder auch früher keine Windeln mehr, weil sie ja immer spüren, wenn sie naß sind und deswegen ein besseres Gefühl dafür bekommen. Ich werde berichten!

Noch besser wäre natürlich windelfrei. Ja, das geht! Mit viel Zeit, viel Verständnis und Nähe zum Kind, gehts auch fast ohne Windeln!

Danke meiner Freundin fürs Mut machen, es auch zu probieren und die vielen vielen geborgten Windeln zum Probieren!

Weitere Links zum Nachdenken und Nachlesen findet ihr übrigens in der Leiste links von hier!